Reisezeit: 24.06. – 10.07.
Reisepreis (CHF): 4’480.– (exklusive Flug) Status der Reise: ausgebucht

Machu Picchu

Als ich Mitte der 80er Jahre Mittel- und Südamerika bereiste, brachte mich das Schicksal zu einem kleinen Indiodorf am Rio Dulce in Guatemala. Ich wurde eingeladen von Menschen, welche nicht mehr hatten als was der Regenwald um sie herum ihnen schenkte. Selten habe ich so glückliche Menschen erlebt. Kinder die den ganzen Tag hindurch spielten und lachten, Alte und Junge die zusammen tanzten und mit allen Schwierigkeiten die das Leben so bringt, in Bescheidenheit, Glück und Würde lebten.
Einer der jüngeren Männer (im selben Alter wie ich in dieser Zeit) hat mir durch eine wunderbare Geste ein riesen Geschenk gemacht. Ich durfte auf seinem Einbaum, welchen er gerade erst durch mühsame Arbeit fertig gestellt hatte, die erste Fahrt machen. In dem Sinne die Jungfernfahrt. Ich war mir dieser Bedeutung und Geste vollends bewusst, fast etwas beschämt, aber habe mit grosser Demut sein Geschenk angenommen. So paddelte ich auf diesem Einbaum auf einem kleinen Nebenfluss des Rio Dulce, durch den lauten aber eigentlich so stillen Regenwald.
Wie ein Kind im Bonbonladen konnte ich kaum fassen was ich alles zu hören und zu sehen bekam. Es kam mir vor als wäre ich in einer Kirche der Schöpfung.
In meiner Bescheidenheit erkannte ich aber auch meine Unkenntnis über die Vielfalt dieses bezaubernden Lebens, welches Jahrmillionen alt ist. Was ist das bloss für ein Tier? Was für eine Pflanze? Welche Töne? Bin ich in Gefahr? Bin ich Aufgehoben? Wo bin ich? So sehr ich es auch geniessen konnte war ich auch verletzlich und einsam.
Ich war fasziniert vom Wissen dieser Menschen im Dorf, diesem jungen Mann, seiner Heimat mit all ihren Geheimnissen und Mythen.
Ich selbst lebe diese in meiner Heimat den Black Hills und dem Vermächtnis der Lakota. Wir können nicht überall zuhause sein, aber das Zuhause sollte überall in und um uns sein. Diese indigenen Menschen in den Tropen verlieren eben dieses Zuhause mit der Grösse von einem Fussballfeld ihrer Welt, alle 20 Minuten durch Abholzung.
Mitakuye oyasin bedeutet, wir sind alle miteinander verwandt, und beinhaltend die Fröhlichkeit und das Privileg einer riesigen Familie der Schöpfung und die Herausforderung von Niti Chante, Zuhause im Herzen zu sein.
Die Welt ist voller Schicksale, Glück und Leid. Voller Menschen und Monstern, welche Köpfe abschlagen weil diese ihrem Konzept nicht entsprechen, Bäume fällen die hunderte von Jahren da standen um Essstäbchen herzustellen, Tasten drücken welche Wenige super reich und Millionen super arm machen. Doch schlussendlich sind und bleibt uns einzig und allein unser eigenes Dasein.
Eine alte Lakota Person hat mir einst gesagt, als ich mir so viel Gedanken gemacht habe über Sinn und Sein, dass wir schlussendlich alle ein Produkt sind von Wakan Tanka dem Grossen Geheimnis oder wie immer man das nennen möchte. Es ist unser Entscheid was wir daraus machen. Teilen wir die Schönheit des Lebens, stehen wir hin und verteidigen diese, jeder auf seine eigene Weise mit dem Bewusstsein, dass wir alle im Rad unserer Zeit mit drehen und leben, ob wir wollen oder nicht.
Es ist mir eine Ehre und grosse Freude über Chante Etan erreicht zu haben, dass wir durch die wunderschöne Kirche des Regenwaldes und die Kraft der Anden/Inka-Berge streifen. Mit einer menschlichen Stimme voller Herz und Zuneigung, welche uns erklärt und aufzeigt wie die Namen der Pflanzen und Tiere sind, wie ihre Lieder klingen, so dass wir diese in unseren Gedanken und Gefühlen, wo immer wir Zuhause sind, im Leben integrieren können und mit dieser Bereicherung auf unserem Lebensweg weitergehen.
Mitakuye Oyasin, Charly Juchler

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